Fort Moritz

1588

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Am SĂŒdufer der Braakman lag seit 1583 die spanische Schanze „Sint-Philip“ oder „Philippine“. Von hier aus konnten die Spanier leicht die gegenĂŒber gelegene niederlĂ€ndische Insel, das „Land van Axel“, angreifen. Um dies zu verhindern und um die Schifffahrt auf der Braakman kontrollieren zu können, bauten die NiederlĂ€nder am Ufer gegenĂŒber Philippine 1588 das Fort Moritz. Benannt wurde es nach Prinz Moritz, damals 21 Jahre alt, Statthalter von Holland und Seeland und damit Befehlshaber des Heeres beider Provinzen.  

Es entstand ein quadratisches Fort mit ErdwÀllen, an jeder Ecke mit einer Bastion verstÀrkt. Um das Fort herum wurde ein Graben mit Kontreescarpe angelegt.  

1596 begann der spanische Feldherr Albrecht von Österreich eine Offensive in den Niederlanden. Noch im selben Jahr eroberte er Hulst, die Stadt, die fĂŒnf Jahre zuvor von Prinz Moritz eingenommen worden war. Als Reaktion darauf erteilte der Prinz den Auftrag, Axel, Terneuzen und Fort Moritz zu verstĂ€rken.  

 

StĂŒrme und Eis sorgten regelmĂ€ĂŸig fĂŒr SchĂ€den an dem direkt an der Braakman gelegenen Fort Moritz. Nachdem Philippine 1633 von den NiederlĂ€ndern erobert worden war, verlor Fort Moritz an Bedeutung. Es wurde nicht mehr instandgesetzt und verfiel zusehends.

Auf dem Außenwall entstand im Laufe der Zeit eine Siedlung mit einem kleinen Gezeitenhafen, von dem aus eine FĂ€hre nach Philippine verkehrte. Nach der Eindeichung des Van Wijckhuisepolder im Jahr 1911 wurden Hafen- und FĂ€hrbetrieb eingestellt.

WĂ€hrend des Ausbaus der Straße von Hoek nach Philippine in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts wurden die Überreste der SchanzenwĂ€lle vollstĂ€ndig beseitigt. Nur der Außenwall ist noch grĂ¶ĂŸtenteils erkennbar.